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Manne - Band 3 - Leseprobe

 

Mit einem Seufzen der Resignation klappte Manne Sollinger den Krimi zu, den sie letzte Woche aus einem Bücherschrank gefischt hatte, und legte ihn auf die Ofenbank. Obwohl die Turmuhr gerade erst viermal geläutet hatte, war es so dunkel, dass sie entscheiden musste, ob sie das Licht einschalten oder eine Lesepause einlegen wollte. Sie könnte sich auch eine Tasse Kaffee kochen und dazu die letzten Kekse essen, die ihr Nachbar Jakob zu Weihnachten gebacken hatte. Außerdem musste sie Holz nachlegen, wenn sie nicht demnächst im Kalten sitzen wollte. Das Klingeln des Telefons nahm ihr die Entscheidung fürs Erste ab.

"Sollinger?" Sie klemmte das Telefon zwischen Ohr und Schulter, damit sie die Ofenklappe öffnen konnte.

"Hallo Manne-Schätzchen!" Die Stimme ihrer Freundin Anja hätte sie auch erkannt, wenn der Anruf sie aus dem Tiefschlaf gerissen hätte. "Meine drei Männer haben mir frei gegeben und sind ohne mich ins Schwimmbad gefahren. Ich dachte, ich nutze die Gelegenheit für ein Schwätzchen mit meiner ehemaligen und zukünftigen Lieblingskollegin. Wie geht es dir denn?"

"Ähm, gut."

"Geht es dir gut oder nur ähm-gut?" Seit Anja ihre Ausbildung zur systemischen Familienberaterin abgeschlossen hatte, legte sie jedes Wort auf die Goldwaage.

"Bis eben ging es mir so gut, wie es mir mit einem mäßig spannenden Krimi an einem trüben Januarnachmittag gehen kann. Jetzt, wo du mich daran erinnerst, dass mein Sabbatjahr bald zu Ende ist, weiß ich noch nicht, ob ich mich darauf freue, mein altes Häuschen am Ende der Welt zu verlassen und in die pulsierende Metropole am Rhein zurückzukehren."

"Wir warten jedenfalls sehnsüchtig auf dich. Der neue BGJ-Jahrgang ist so ätzend, dass wir den roten Teppich ausrollen, wenn unsere sturmerprobte Gangsta-Bändigerin endlich zurückkommt."

Manne lachte geschmeichelt, die aufmüpfigen Halbstarken aus dem Berufsgrundschuljahr waren immer ihre Lieblingsschüler gewesen. Obwohl sie mit über sechzig die Älteste im Team war, fand sie in der Regel den besten Draht zu den jungen Leuten, die weder eine Ausbildungsstelle noch Spaß an der Schule hatten.

"Ich weiß wirklich noch nicht, ob ich zurückkomme", entgegnete sie. "Irgendwann bin ich zu alt, um Bonsai-Gangster zu bändigen. Wer weiß, ob ich dann noch mal so einen schönen Platz finde. Das Leben ist hier viel billiger als in Köln. Wenn ich nicht übermütig werde, kann ich die zwei Jahre bis zur Rente mit meinen Ersparnissen überbrücken."

"Und was machst du den ganzen Tag?"

"Ich, ähm ..." Wie von selbst griff ihre Hand nach dem Kugelschreiber und dem Notizblock neben ihrem Telefon. Kleine Kreise wurden zu exotischen Blüten an zierlichen Ranken. "Morgens lasse ich es einigermaßen gemütlich angehen und erledige alles, was im Haushalt zu erledigen ist. Es gibt nur noch selten Fastfood, weil ich fast jeden Tag etwas Anständiges für mich koche, und dienstagabends kommt Jakob zum Abendessen zu mir rüber."

"Er lässt sich wirklich von dir bekochen? Ich dachte, dein Supernachbar kann nicht nur Häuser und Gärten in Schuss halten, sondern auch so gut kochen und backen, dass er alle Kochshows von hinten aufrollen würde, wenn er nicht so schüchtern wäre."

"Du bist albern", protestierte Manne, fiel aber trotzdem in Anjas Kichern mit ein. "Ich habe ihm erzählt, dass ich mehr Übung und ehrliche Rückmeldungen brauche, um öfter für meine Tochter und ihre Familie zu kochen. Wenn es für eine gute Sache ist, lässt er sich auch zum Essen einladen, und zum Ausgleich kocht er am Sonntagmittag für uns."

"Apropos Familie", griff Anja das Stichwort auf. "Wie läuft es denn inzwischen mit dir und Julia?"

"Ach das ..." Der Zettel wurde allmählich zu klein für die Blätter und Blüten. "An Weihnachten dachte ich, dass wir den Neuanfang geschafft hätten, aber inzwischen ist wieder alles beim Alten. Julia ruft jeden Sonntagabend an, wenn die Mädchen im Bett sind, und will wissen, wie meine Woche war. Und wenn ich frage, ob wir uns mal wieder auf eine Tasse Kaffee treffen wollen, hat sie keine Zeit."

"Familienmanagement ist harte Arbeit, und du bist in ihrem System immer noch die Neue, für die sie keinen rechten Platz findet. Frag sie doch einfach, ob du ihr etwas helfen kannst."

"Was soll ich ihr denn helfen? In Julias perfekt durchorganisiertem Haushalt gibt es keinen Platz für mein Improvisationstalent."

"Du könntest ihr für einen Nachmittag die Mädchen abnehmen, damit sie mal wieder ein bisschen Zeit für sich hat."

"Alles, nur das nicht!" Allein die Vorstellung, einen ganzen Nachmittag dafür zuständig zu sein, dass in Julias Familie alles nach Plan lief, trieb ihr den Schweiß auf die Stirn. "Eher komme ich nach Köln und hüte Berufsgrundschüler."

"Du hast dich doch an Weihnachten feierlich mit den Mädchen ver-söhnt."

"Mit Gwen würde ich vielleicht zurechtkommen, aber wenn Meggie es darauf anlegt, sie auf die Palme zu bringen ..." 

"Ich dachte, Meggie liebt dich, weil du ihr diesen tollen Tisch geschenkt hast."

"Sie liebt den Schreibtisch, aber das bedeutet nicht, dass sie darauf verzichtet, mich oder ihre kleine Schwester anzuzicken. Und wenn wir an dem Punkt sind, kann ich nichts mehr richtig machen." 

"Und wenn du sie zu dir einlädst? In einer fremden Umgebung werden sie sich erst mal ein bisschen zurückhalten, und wenn es trotzdem rappelt, kannst du dich darauf berufen, dass in deinem Haus andere Regeln gelten."

"Ja, aber ..." Es dauerte einen Augenblick, bis ihr ein ausreichend gewichtiges Gegenargument eingefallen war. "Wie sollen die zwei nach Krähenstein kommen? Ich kann sie doch nicht mit meinem Moped abholen."

"Wenn dir aus dem Stegreif so eine kreative Ausrede einfällt, findest du sicher auch eine Lösung für dieses Problem."

Der Urwald auf Mannes Notizzettel drohte bereits über die Ränder zu wuchern, aber Anja gab noch nicht auf. "Du kannst dir natürlich auch einen anderen Grund ausdenken, warum du dich mit Julia treffen willst. Frag sie, ob sie dir hilft, Schlafzimmermöbel auszusuchen oder eine neue Hose. Das Thema ist egal. Wichtig ist nur, dass sie sich als kompetente Partnerin erleben kann. Jede Begegnung auf Augenhöhe reißt einen Stein aus der Mauer, die ihr zwischen euch aufgebaut habt."

Manne wollte entgegnen, dass sie nie eine Mauer aufgebaut hatte. Stattdessen bedankte sie sich für die gute Idee und versprach, ihre Tochter morgen oder übermorgen anzurufen.

"Weißt du schon, in welcher Frage du sie um Rat bitten willst?"

"Nein." Nachdenklich betrachtete den Urwald, auf ihrem Notizblock. "Oder doch! Ich könnte sie fragen, wie ich meinen Garten anlegen soll."

"Warum nicht? Ich erinnere mich, dass du letzten Sommer von Julias Garten geschwärmt hast. Wir können also davon ausgehen, dass sie sich für dieses Thema interessiert. Du musst einfach dranbleiben."

"Alles klar. Vielleicht ruf ich sie gleich an."

"Gute Idee. Überleg dir aber auch, ob du im Sommer wieder bei uns anheuerst."

"Ich denk darüber nach. Grüß die Kollegen von mir."

"Mach ich. Und du sagst mir, wie du dich entschieden hast."

Nachdem sie sich verabschiedet hatten, überlegte Manne, ob sie Anjas Rat folgen und Julia direkt anrufen sollte. Sie könnte sich vor-her auch noch eine Tasse Kaffee kochen. Bevor sie sich entschieden hatte, klingelte das Telefon erneut.  

"Sollinger."

"Guten Abend, Mama", flötete ihre Tochter Julia. "Störe ich dich?"

"Ich wollte einen Kaffee aufsetzen." Der Urwald auf dem Notizblock wanderte in den Korb mit dem Anmachholz. "Aber das eilt nicht."

"Es ist schon fast fünf. Wenn ich um die Uhrzeit noch Kaffee trinken würde, würde ich die ganze Nacht kein Auge zutun."

In diese Diskussion wollte Manne gar nicht erst einsteigen. "Was gibts? Was kann ich für dich tun?" Wenn ihre Tochter unter der Woche anrief, wollte sie sicher nicht nur ein bisschen schwatzen. 

"Kannst du Gedanken lesen? Ich wollte dich tatsächlich um einen Gefallen bitten. Ich habe mich vor Wochen zur Betriebsbesichtigung bei einem Feinkost-Lieferanten mit den Frauen der Rotarier angemeldet, und gerade eben ist Eberhard mit der Nachricht um die Ecke gekommen, dass er sich ausgerechnet morgen nicht um die Mädchen kümmern kann, weil er einen Nachrückerplatz für eine Schulung in Frankfurt bekommen hat. Kannst du vielleicht ...?"

"Bist du sicher, dass ich eine Hilfe für dich bin?" Sie erinnerte sich mit Schrecken an den Abend, als Julia sie zum ersten und bisher einzigen Mal gebeten hatte, ihre Töchter, die achtjährige Gwen  und die dreizehnjährige Meggie zu hüten. Die Mädchen hatten gestritten, und Mannes Versuch, eine handfeste Eskalation zu verhindern, hatte die Situation noch verschlimmert. "Nach dem letzten Versuch haben wir wochenlang kein normales Wort miteinander gewechselt."

"Ach Mama." Julia lachte so laut, als wolle sie alle Bedenken übertönen. "Das war letzten Sommer. Damals kannten dich die Mädchen doch noch gar nicht."

"Ich glaube nicht, dass sie mich inzwischen viel besser kennen."

"Sie schwärmen immer noch von dem Weihnachtsfest bei dir."

"Aber seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen."

"Nach unserem Urlaub wurde es in der Schule ziemlich stressig. Meggie hat letzte Woche zwei Arbeiten und drei Tests geschrieben. Nächste Woche gibt es Zeugnisse, dann wird es wieder ruhiger, und wir kommen dich mal besuchen."

"Gerne, aber morgen Nachmittag ..."

"Du musst dir keine Sorgen machen, Mama. Mit Gwen verstehst du dich doch prima, und Meggie ist nicht da. Sie bleibt über Mittag in der Schule, und nach dem Nachmittagsunterricht darf sie noch bis halb sechs zu einer Freundin. Eberhard kommt zwischen sechs und halb sieben zurück. Du bist allerhöchstens eine halbe Stunde mit den Mädchen allein. Sie haben mir Stein und Bein geschworen, dass es keinen Ärger gibt, und du musst auch kein Risotto kochen. Gwen hat sich Käsespätzle zum Mittagessen gewünscht, und ich habe schon alles vorbereitet. Du kommst doch, oder?"

"Ich weiß nicht. Ich ähm ..." Julias Worte weckten Erinnerungen, die sich wie Zahnschmerzen anfühlten. Am liebsten hätte Manne ein unaufschiebbares Bedürfnis vorgetäuscht und ihrer Tochter einen baldigen Rückruf versprochen, um alles in Ruhe zu überdenken. Plötzlich tauchte aus dem Nebel in ihrem Gehirn eine Idee auf. 

"Kann Gwen morgen zu mir kommen?"

"Nach Krähenstein? Wie soll das denn gehen?"

"Ich hol sie nach der Schule ab und bring sie zurück, bevor Meggie heimkommt."

"Mit deinem Motorrad?"

"Das würde ihr sicher gefallen."

"Mama!" Ihre Stimme überschlug sich fast vor Entsetzen. "Das kann doch nicht dein Ernst sein."

"Nicht wirklich." Manne schüttelte lachend den Kopf. "Ich frage Jakob, ob er mir sein Auto leiht."

"Bitte mach solche Scherze nie, wenn Gwen in der Nähe ist. Sie würde jedes Wort für bare Münze nehmen, und wenn du dein Versprechen nicht hältst, fühlt sie sich belogen und betrogen."

"Wer will mich betrügen?", tönte Gwens Stimme aus dem Hintergrund.

Julia schnappte erschrocken nach Luft. Sie hatte ihre jüngste Tochter vermutlich nicht kommen hören. "Niemand, mein Schatz. Es geht überhaupt nicht um dich."

"Doch es geht um mich. Du hast meinen Namen gesagt und dann hast du gesagt, dass mich jemand betrügen will oder so ähnlich."

"Eher so ähnlich", mischte sich Manne ein.

"Oma?" Die Geräusche aus dem winzigen Lautsprecher ließen darauf schließen, dass sie ihrer Mutter den Telefonhörer abnehmen wollte.

"Nein, mein Schatz, so geht das nicht", ertönte die gedämpfte Stimme von Julia. "Ich will mit Oma etwas besprechen, was vorerst nur uns Erwachsene etwas angeht. Wenn wir das geklärt haben, kannst du auch noch einen Moment mit ihr telefonieren."

"Ich will aber gleich mit ihr telefonieren. Stell sie doch wenigstens laut."

Plötzlich waren die Nebengeräusche lauter als die beiden Stimmen.

"Jetzt nicht." Die Geräusche wurden leiser. "Ich habe dir doch gesagt, dass wir Erwachsene zuerst etwas besprechen müssen."

"Ich will aber!" Jetzt waren sie wieder laut.

"Nein!" Manne hoffte, dass sie genug Überzeugungskraft in dieses Wort gelegt hatte. "Mach den Lautsprecher aus, sonst will ich nachher auch nicht mehr mit dir telefonieren."

"Ich will aber jetzt ..."

"Deine Entscheidung."

"Menno!" Die Nebengeräusche wurden leise und blieben auch auf diesem Geräuschpegel.

"Soll ich Jakob fragen, ob er mir sein Auto leiht?"

"Ich denke ja, dass er sein Auto morgen selbst braucht? Wie soll er denn sonst zur Arbeit kommen."

"Ich kann ihn vor der Arbeit nach Steinweiler fahren. Wenn Gwen und ich zurückkommen, holen wir ihn ab. Oder ich komme doch mit dem Moped und leih mir einen Wagen aus Eberhards Autohaus."

"Mir wäre es lieber, wenn du zu uns kommen könntest. Es ist doch nicht so, dass du in unserem Haus völlig fremd bist."

"Ich würde mit Gwen lieber nach Krähenstein fahren. Das erspart mir sicher einige Diskussionen."

"Wie du meinst." Sie seufzte abgrundtief. "Ich frage Eberhard, ob der Leihwagen frei ist? Willst du so lange mit Gwen telefonieren."

Bevor Manne die Fragen beantworten konnte, gellte die fröhliche Kinderstimme in ihr Ohr. "Geht es dir gut, Oma?"

"Bei mir ist alles im grünen Bereich und bei dir?"

"Alles okidoki. Wann darf ich dich denn mal wieder besuchen."

"Wenn alles gut läuft, morgen."

"Echt? Morgen schon?" Sie hörte das Patschen von Gwens Füßen auf dem Parkett. Vermutlich hopste sie vor lauter Vorfreude wie ein Flummi auf und ab. "Holst du mich mit deinem Moped ab?"

"Nein, auf dem Moped ist es um diese Jahreszeit zu kalt. Wir fahren mit dem Auto."

"Egal. Hauptsache ich darf zu dir."

"Aber nur, wenn alles gut läuft."

"In der Schule läuft es grad ziemlich gut. Oder ..." Sie schien einen Augenblick nachzudenken. "Jedenfalls kann ich dafür sorgen, dass morgen alles gut läuft."

"Prima. Und zu Hause?"

"Auch alles okay. Ich hab mich schon ewig nicht mehr mit Meggie gestritten. Wenigstens drei Tage. Was muss ich denn noch machen, damit ich dich morgen besuchen darf?"

"Daumen drücken, dass dein Vater ein Auto für uns hat."

"Papa hat ganz viele Autos, er gibt uns sicher eins. Wir müssen ihm nur versprechen, dass wir gut darauf aufpassen."

Im Hintergrund hörte Manne Julias Stimme.

"Nein, jetzt telefoniere ich mit ihr. Ich hab vorhin auch warten müssen", fauchte Gwen, bevor sie im normalen Plauderton fortfuhr: "Soll ich ihn gleich mal fragen? Wenn er Nein sagt, fahren wir halt doch mit deinem Moped. Ich kann ja meinen Skianzug anziehen."

"Du sollst deiner Mutter das Telefon geben", entgegnete Manne. "Sonst wird das morgen nichts mit deinem Besuch."

"Okidoki. Tschüss, Oma."

"Tschüss, und ..." Doch Gwen hatte den Hörer schon weitergereicht.

"Eberhard sagt, dass der Bus morgen nicht gebraucht wird", hörte sie Julia sagen. "Kommst du mit dem zurecht?"

"Ich denke schon." Vermutlich traute Eberhard ihren Fahrkünsten nicht weiter als bis zur nächsten Ecke, wenn er sie lieber mit dem alten Bus als mit dem Leihwagen fahren ließ. 

"Dann hole ich dich morgen früh mit dem Bus ab, und du fährst mich zurück nach Sisselsheim. Passt es dir um halb acht?"

"Meine Güte, noch vor dem Aufstehen!"

"Die Rotarier-Frauen treffen sich um halb neun."

"Wie lange hat Gwen denn Schule?"

"Bis um halb eins."

"Dann reicht es doch völlig, wenn ich gegen zwölf bei euch bin, mein Moped gegen den Bus tausche und gleich wieder losfahre."

"Ich muss dir noch erklären, wie du die Käsespätzle für Gwen machen musst, ihre Lieblingssalatsoße bringe ich gleich mit. Außerdem ist es besser, wenn wir die erste Tour zusammen fahren. Dann kann ich dir unterwegs noch ein paar Tipps geben."

Manne grinste, offenbar zweifelte nicht nur Eberhard an ihren Fahrkünsten. "Meinetwegen. Ich bin um halb acht startklar für die Fahrstunde, und du lässt deine Salatsoße daheim. Gwen wird damit zurechtkommen, dass bei ihrer Oma alles ein bisschen anders ist."

Nachdem sie aufgelegt hatte, stellte sie erstaunt fest, dass auf ihrem Notizblock ein neuer Urwald gewachsen war. Offenbar führten ihre Hände bei einem Telefonat mit Anja oder Julia ein ähnliches Eigen-leben wie bei Konferenzen, bei denen sie die Tagesordnungen mit stilisierten Figuren und skurrilen kleinen Szenen verziert hatte.

 

 

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