Beate Weirich - Tintenweberin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer ich bin

 

Ich bin eine Träumerin, die bereits viele Träume wahr gemacht hat. Die Tintenweberei ist ein großartiger Traum, und er ist auf dem besten Weg dazu, wahr zu werden.

 

Woher ich komme

 

Ich war bereits in jungen Jahren eine Leseratte. Die Heldinnen und Helden meiner Bücher standen mir zeitweise näher als die Menschen aus der wirklichen Welt. Seit ich selbst Geschichten schreibe, kommt es darin immer wieder zu Begegnungen der Realität mit einer magischen Welt hinter dem Schleier der Fantasie. Oft leiden beide Seiten unter einem Verlust oder einer Bedrohung und die Lösung liegt darin, die beiden Welten wieder in Kontakt zu bringen, damit sie sich gegenseitig heilen können.

Im Studium entdeckte ich nicht nur meine Vorliebe für mittelalterliche Geschichte und Literatur sondern auch die Faszination des Fantasy-Rollenspiels. Später arbeitete ich in einem Internat, und mit meinen maßgeschneiderten Rollenspiel-Abenteuern, konnte ich sogar unsere gelangweilten Halbstarken aus der Raucherecke hinter der Werkstatt in die Wohngruppe zurücklocken. 

Es folgten einige Jahre, in denen schamanische Erfahrungen mit Trommeltrancen, Medizinradarbeit, Schwitzhütten, Naturerfahrungen und Visionssuchen viel Raum in meinem Leben einnahmen. In diesem Zusammenhang lernte ich vor allem auch, durch die behutsame Änderung lang gepflegter Schmerz- oder Leidensgeschichten heilende Veränderungen im Leben eines Klienten anzubahnen.

 

Wo ich stehe

 

Heute bin ich Lehrerin in einer Schule für sozial-emotionales Lernen. Ich unterrichte vor allem Jungen, die aus unterschiedlichen Gründen die Orientierung im Leben verloren haben. Ihre eigene Geschichte ist ihnen meist schon früh abhandengekommen, und manchmal finden wir gemeinsam eine neue Geschichte, die diesen Kindern oder Jugendlich als Landkarte oder Kompass dienen kann.

Außerdem bin ich Autorin. Zusammen mit meinem Lebensgefährten, dem Comiczeichner und Illustrator Fern Weirich gebe ich die Siegelwelt-Chroniken heraus, eine Reihe von Geschichten aus einer zukünftigen Welt. Im Moment teilen wir diese Welt nur mit unseren Protagonisten aus den Biokuppeln oder dem Ödland der Rhein-Main-Region. Auf lange Sicht wünschen wir uns jedoch, dass diese Welt auch von anderen Autoren mitgestaltet und von Rollenspielern besiedelt wird.

Daneben macht es uns riesigen Spaß, die Wurzelwelt-Chroniken zu entwickeln und unseren Lesern das "kleine Volk" wieder näher zu bringen.

Ich bin auch Gestalttherapeutin. Nach meiner Heldenreise war ich von dieser Arbeit so fasziniert, dass ich mich der Ausbildungsgruppe angeschlossen habe. In der  Gestalt-Sitzung kann sich ein Menschenleben bis an den Rand des Erträglichen und darüber hinaus verdichten, lose Enden verknüpfen sich auf die erstaunlichste Weise, unvollendete Geschichten finden Lösungen. Unter dem Vergrößerungsglas der Gestalt-Arbeit prüfe ich gerade das Wissen und die Weisheiten, die ich bisher gesammelt habe. Was Bestand hat, spinne ich in die Fäden, aus denen mein Leben und die Literatur-Arbeit gewebt werden.

 

Wohin ich gehe

 

Ich werde in den nächsten Jahren die Mittel und Möglichkeiten der Literaturarbeit in Selbsterfahrung und Therapie weiter erforschen.

Zu diesem Zweck will ich meine eigenen Projekte dokumentieren und auszugsweise  veröffentlichen, aus Workshops, Seminaren und Ausbildungsgruppen berichten oder interessierte Besucher einladen, an verschiedenen Arbeitsgruppen in der echten oder virtuellen Welt teilzunehmen. Auch ein Forum zum Austausch über Theorien oder Erfahrungen soll es dann hier geben, aber bis die Donnersberger Tintenweberei so weit ist, wird sicher noch etwas Zeit ins Land gehen.